PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Probleme beim Lackieren



P.M
17.12.2005, 20:01
Hallo Leute!:cool:

Bin gerade dabei eine Serie Narcars (AMT Ertl) zu bauen.
Bei den ersten zwei Karosserien hatte ich keine Probleme.

Heute der große Schreck beim Abziehen der Markierbänder hat sich der
weisse Lack der ersten Schicht wie ein Fetzen abgelöst:mad:
(1.Schicht-Tamiya Spraydose, 2.Schicht - Airbrush Tamiya X Acryl)

Bisher habe ich gedacht ich kann auf eine Grundierung verzichten und
habe nur mit einem Schleifpad angeschliffen.

Was war das Problem?
zu dick lackiert?, Fehlende Grundierung? zu schnell weiterverarbeitet?

SRW
17.12.2005, 21:42
Hall Paul

Also anschleifen und grundieren sollte man schon es gibt auch eine spezielle Kunststoffgrundierung.
Doch was dir passiert ist kommt meist dann vor wenn abgeklebt wurde , d.h Striefen lackiert e.t.c weil man das Maskierband ja überlackiert logisch und wenn du die Farbe dann ganz trocknen läßt ziehst du sie beim abziehen des Lackierbandes logischerweise teilweise wieder mit ab und manchmal eben auch die daruter befindliche Farbe.

Zuerst sollte das Lackierband bei noch nicht durchgetrockneter Farbe abgezogen werden und zum zweiten solltest du die Karosse vor dem Lackieren grundieren.

Ohne Grundierung kann es auch vorkommen das der LAck nicht richtig auf der Kaorsse hällt und bei der kleinsten Verwindung der Karosse platzt dieser dann ab.

Hoffe ich konnte dir etwas helfen
sonst frag einfach was du wissen willst oder Maile mich mal an.

Gruß
Mike

P.M
17.12.2005, 23:33
Hallo Mike!:cool:

Danke für die promte Antwort!:)

Das Problem wird wohl an der fehlenden Grundierung gelegen sein, da
ich das Abdeckband bereits nach kurzer Zeit abgezogen habe.

Welche Grundierung soll ich verwenden?
Von Tamiya habe ich nichts spezielles gefunden.
Oder soll ich mich im Baumarkt umsehen?

SRW
18.12.2005, 08:17
Hallo Paul

Du kannst ruhig Grundierung aus dem Baumarkt nehmen.
Solltest nur darauf achten (weiß ja nicht welche Farbe du lackieren willst) das bei hellen Farben besser ein helle Grundierung zu nehmen günstigenfalls weiß.

Ps Ich weiß nicht wie sich der Tamiya Lack mit der Grundierung verträgt dazu kurz ein Probestück sprühen , die Grundierung ist ja schnell trocken , dan kannst du den Tamiyalack kurz draufsprühen dann siehst du schon ob´s geht.

Ich verwende ja ausschließlich Fahrzeuglacke auf 2k Basis da klappt das mischen untereinander immer.

Wichtig ist halt auch die Vorbereitung der Karosse.
Kurz mal zum Lackaufbau wie ich ihn fertige.

1. Karosse abschleifen zuletzt mit 1000er

2. Karosse entfetten , ich lege sie immer min 1Stunde in warmes recht heißes Spülwasser das entfettet die Karosse.

3. Grundieren
Nur dünne Schichten , damit auf feine Konturen erhalten bleiben und nicht mit Grundierung aufgefüllt werden.
Besser ist hier wie beim späteren Lackieren auch in dünnen Schichten mehrfach auftragen.
Man bekommt später eben ein Gefühl dafür wann du die letzte Schicht etwas dichter aufsprühen kannst aber mit mehreren dünnen Schichten bist du auf der sicheren Seite.

4. Grundierung nach Trocknung mit 2000er anschleifen hier ist es wichtig das es ein sauberes Ergebnis gibt es dürfen danach keine nicht gewünschten Vertiefungen oder sonstiges mehr zu sehen oder zu fühlen sein denn das ist die Basis für den LAck alles was jetzt noch sichtbar ist kommt auch im LAck durch.

5. In dünnen Schichten LAck drauf wieder wie bei der Grundierung in dünnen Schichten Je nach verwendetem LAck in Abständen von ca. 15-20 Minuten der LAck darf nicht trocken sein sondern soll sich ja mit der nächsten Schicht wieder verbinden.

5. Wenn der LAck trocken ist anschauen ob kein Läufer oder anderes passiert sind.Wenn doch nicht verzagen mit 2000er rausschleifen vorsichtig Karosse waschen und dann können die Decals drauf sollte die rausgeschliffene Stelle etwas matter sein kein Problem bei Klarlackieren ist das weg
(PS Dunkle uni Farben wie Schwarz,braun, dunkelblau e.t.c glänzen nach dem Klarlackieren noch schöner wenn man sie in Matt aufträgt , bei hellen Farben macht das kaum einen Unterschied aber bei dunklen schon).

6. Nach dem Decalen ist trocknen angesagt und zwar gründlich.
PS Ich verwende zum decalen etwas wärmeres Wasser ist aber gefährlicher die Decals reißen leichter oder rollen sich ein ist eine Gefühls und Erfahrungssache sie legen sich aber mit wärmerem Wasser besser an die Karosse an und und haften schneller es entstehen keine Luftblasen unter den Decals.
Größere Decals nach Möglichkeit trennen und in mehreren Arbeitsgängen aufbringen.
Dann wie gesagt trocknen min 12-24Stunden.

7. Decals kontrollieren man sieht wo sich noch Luftlöcher unter den Decals befinden wenn ja gibts es zwei Möglichkeiten
Entweder reicht Marksofter aus kuz auftragen un Decal andrücken , wenn Luftloch zu groß kurz mit Scharfem Messel einritzen oder mit Nadel aufstechen und mit warmem Wasser andrücken.
Danach wieder etwas trocknen lassen.

Dann der Klarlack , der letzte und mit der wichtigste Arbeitsgang.
Es gibt duzende Klarlacke , hier bitte nicht im Baumarkt nachschauen denn die meisten Klarlacke die es dort gibt vertragen sich überhaupt nicht mit deinen Decals und das wäre dann die Zerstörung des ganzen.

Gunze , Tamiya e.t.c sind ganz gute Klarlacke ich verwende hier auch wieder Klarlacke aus dem 2k Bereich nun verfüge ich auch über eine Airbrushpistole die hat ja nicht jeder aber man kommt bei anspruchvollem Modellbau auf lange sicht kaum drumrum.
Übrigens reicht zum Auftragen von Klarlack die Revell , die es für knapp 20,00 Euro im Set gibt ohne Probleme aus.
Der Unterschied zu den Dosenlacken ist das kein Treibmittel verwendet wird beim Airbrushen und vor allem die Dosierung ist wesentlich besser als aus der Dose wo meist viel zuviel Lack rauskommt und man aus einigem Abstand lackieren muß und unerfahrene so schnell Bäche lackieren die dann am Modell runterlaufen und so die Mühevolle Arbeit in Sekundenschnelle zerstören und der Frust ist dann groß.

Aber nun zum Aufbau des Klarlacks.
Also bei Dosenlack erst größeren Abstand einhalten und modell erst mal einnebeln so das eine recht grobe Oberfläche entsteht , das Ganze dann je nach Lack (Wie schnell er trocknet) 15 - 30 Minuten so stehen lassen.
(Dient dazu , das die Decals ankleben durch den Lack und später nicht Lack darunter laufen kann , ferner läuft der dann aufgetragenen LAck nicht so schnell).
Dann in mehreren Schichten den Klarlack bis zum Glänzen auftragen besser immer in mehreren Schichten bei Dosenlack bei Airbrushen hab ichs da im Gefühl und kann direkt bis zu entresultat spritzen ist aber auch erst über die Jahre gekommen.


Zuletzt noch zwei kleine Tips.

1. sollte beim Lackauftrag mal was schiefgehen was man bei Lackieren schon direkt merkt (Läufer e.t.c ) sofort aufhören und trocknene lassen , meist kann man das alles mit ein bißchen Gefühl und Schleifpapier retten.

2 . Eine Sonderstellung nehmen Metalliclacke ein
Diese werden nach dem trocknen und vor dem decalen schon mit einer Schicht Klarlack überzogen , sonst kann es vorkommen , das nach dem Decalen beim Lackieren der Lack unter die Decals läuft und diese wegschwimmen läßte oder anhebt.


Gruß
Mike

P.M
18.12.2005, 10:37
Hallo Mike

Danke für deine Ausführliche Beschreibung des Lackiervorganges!
Da können sicher auch andere davon profitieren?

Ich würde natürlich auch gerne mit den 2k Lacken arbeiten aber
bequemer ist es natürlich wenn im Modellbauladen ein ganzer Ständer
mit allen mögliche Farbtönen zur Auswahl steht.

Die nächste Frage - warum bekomme ich beim Lackieren mit der Airbrush
immer eine eher raue matte Oberfläche - habe schon mit verschiedenem
Luftdruck probiert - wieder mit Tamiya Acryl -

SRW
18.12.2005, 12:30
Hallo Paul

Zuerstmal 2k werden eben wie der Name schon aus 2 Komponenten zusammengesetzt diese wären LAck (logisch , grins) und Härter.
Damits lackierbar ist auch verdünner.

zu den Modellbaulacken gibts halt folgendes zu sagen.

Revell E-Mail Lacke lassen sich nicht mit 2k Lacken überlackieren sondern greifen diese Lacke an.
Ebenso die Aqua Farben von Revel leider denn die sind sehr gut aber deshalb halt auch nur im Standmodellbau zu verwenden weil dort halt auch der Aqua Klarlack reicht zum Schutz.

Meine ehrliche Meinung ist dann schon lieber ein Auto dosenlack (wenn kein Airbrush vorhanden ist) auch mit dem kann man eben in dünnen Schichten aufgetragen sehr sehr gute Ergebnisse erziehlen und er ist mit 2k Lack (Mipa. den gibts übrigens beim Bleck-Center zur Zeit zum Top Preis) überlackieren.

Wen du eine Airbrush Pistole hast lassen sich Streifen kleine Flächen e.t.c natürlich besser damit Lackieren.

Nun zu Deiner Frage
Stumpfer matter Lack.

Am Beispiel von Mipa Lack kann ich dir das erklären.

Fehler 1:
Zuviel Verdünnung und Härter im Lack dadurch erscheint zwar beim sprühen das Modell erst glänzend (weil ja noch naß) nach dem Trocknen wird es dann aber matt.

Fehler 2:

Letzter Lackauftrag zu dünn
Dadurch sind einige Stellen ok aber manche werden beim Trockenen wieder matt.

Was kannst du dagegen tun.
1: Unbedingt richtige Lackmischung siehe Beiblatt auf den K2 Lacken (oder eben bei Mipa Lack)

2:
wie schon im vorherigen Beitrag erörtert wird das Modell zuerst eingenebelt.
Danach ca 20-30 Minuten dann mit der Klarlackschicht versehen .
Dazu arbeiten wir zügig und spühen hintereinander saubere Schichten auf bis das Modell glänzt und zwar an allen Stellen gleich.
Eine Lichtquelle hilft dazu ungemein (Bitte nicht komisch nehmen),aber ihr werdet feststellen , das wenn man das Modell nach dem Lackieren betrachtet einige Stellen schon dann matt erscheinen.

Am besten dünne Lackschichten hintereinander zwischendurch ca 1Minute warten , iher werdet sehen der LAck bindet sich und die Oberfläche wird glänzend dort wo dies nicht geschieht (Lichtkontrolle eben nochmal sauber überlackieren.
Dann sollte es sauber sein.


Nun noch ein paar Tips

Wenn matte Stellen nach dem Trocken da sind , nicht einfach nochmal drüberlackieren sondern Modell kurz mit 2000er anschleifen und dann nochmal Komplettlackieren klar ist zwar Arbeit aber ihr werdet sehen es wird top.
Keinen Schreck kriegen wenn das Modell nach dem Schleifen matt ist und ihr denkt au man das sieht nie mehr gut aus .Doch denn auch metallic Lacke sind nach dem Lackieren sehr matt und sehen gar nicht gut aus aber nach dem Klarlackieren Top.

Nun noch ein letzter Tip gilt für die dose sowie auch für die Airbrushpistole.

Das Starten der Pistole (Der berühmte Druck aufs Knöpfchen) immer außerhalb des Modells und auch das loslassen Desselben , denn dabei passieren die meisten Spritzer einfach zur Angewöhnung machen.
viele grinsen jetzt iss doch klar aber denkt mal zurück wie oft das selbst Erfahrenen noch passiert.

Gruß

Mike

Siggi
18.12.2005, 13:42
Top-Berichte - Danke Mike!:D :D :D

spikybaer
19.12.2005, 00:26
Hallo Paul,
Da viele Plastik Karosserien sehr glatt sind und du deine wahrscheinlich nur mit einen sehr feinen Schleifpad geschliefen hast kann so etwas passieren,(ist Mir auch schon passiert),jetzt schleife Ich meine Karossen immer erst mit eimem groben Schleifpapier (auch um unebenheiten wegzuschleifen) vor ,dann mit feinen Schleifpad nass nach,das klappt immer.Zu dem Thema Grundieren Ja oder Nein: weiß Ich nicht,da Ich mit Schmicke Airbrushfarben arbeite brauche Ich nicht zu grundieren.
Gruß Bernd

spikybaer
19.12.2005, 00:45
Hallo Mike,
Ein sehr guter Bericht!!!
Mit der Variante zu viel Verdünner macht ein Slotcar matt,muß Ich Dir wiedersprechen,Ich lackiere meine Slotcars 3 mal mit Mipa K2.
1.) Decals einnebeln
2.) 2 zu 1 mit 10% Verdünner nach 5 Tagen mit 2000 Schleifpad naßschleifen
3.) 2 zu 1 mit 20% Verdünner die Autos Glänzen wie Sau und haben eine sehr gleichmäsige glatte Oberfläche.
NOCH EIN TIP: Nach weiteren 2 Wochen Trocknugszeit bearbeite Ich die Autos mit einer reinen Lackversiegelung ,keine Politur oder Wachs (ist zwar sehr Teuer),dadurch werden die Autos aber sehr unempfindlich bei Feindkontakt oder wenn sie mal auf der Seite oder auf dem Dach rutschen solten.

Frag mal Lars vom Bleckcenter (sachse001) der kennt Meine Auto´s.

Gruß Bernd

SRW
19.12.2005, 07:50
Stimmt da haste Recht

Verdünner macht die Autos auch nicht matt

Aber zuviel Verdünner schon

10-20% Verdünnder sind ja auch ok.

Ich verwende den Mipa Klarlack auch und da paßt die angebene Prozentzahl der Zusammensetzung auf dem Beipackzettel schon sehr gut zum lackieren mit Airbrush.

Ich habe im Bericht geschrieben das die Revell Airbrushpistole die einfache , die es als Startset so um die 20,00 Ezro zu kaufen gibt im Fachhandel gut zum Klarlackieren ist und vollkommen ausreicht.
Dazu habe ich noch einen Tip.

Die Düse ist etwas klein , jedenfalls für 2kLacke, es geht zwar , doch die Gefahr des zusetzens ist recht groß ich habe sie mit einer ganz kleinen Reibahle etwas größer gemacht ebenso das Luftansaugloch.

Ich weiß nicht ob es für diese Pistole auch größere Düsen gibt.

Ps : Natürlich können die mipa Lacke wie alle 2k Lacke mit allem möglichen poliert gewachst werden was den LAck noch unempfindlicher macht , aber wie Spikybaer schon richtig beschrieben hat bitte erst nach ca. 2Wochen , weil der Lack erst dann so richtig durchgetrocknet ist , deshalb ist es ja auch sinnvoll die Fahrzeuge dann erst im Rennbetrieb einzusetzen denn wäre doch schade um die schöne Lackierung wenn sie denn gelungen ist.


Deine Schutzschicjt kenne ich noch nicht Spiky werd mich aber gleich mal ranmachen sie kennenzulernen , denn man lernt ja nie aus und was besser ist ist immer willkommmen.

Gruß

Mike

sachse001
19.12.2005, 10:22
Hallo Mike
Die nächste Frage - warum bekomme ich beim Lackieren mit der Airbrush
immer eine eher raue matte Oberfläche - habe schon mit verschiedenem
Luftdruck probiert - wieder mit Tamiya Acryl -

Hallo,

dann will ich mal auf die Frage antworten.
Rau wird es deshalb weil die farbe schon fast "trocken" am Modell ankommt und sich nicht richtig verbindet. Umgehen kannst du das, in dem Du der Tamiya Farbe (Acryl) etwas Verdüngung gibts. Man sagt die "Farbe muß sich wie Milch anfühlen" sprich das Giesverhalten sollte das der von Milch entsprechen.
Selbst wenn es rau ist, macht das nichts.Nur muß genug Farbe drauf sein.
nach einem zwischenschliff kommen die Decals drauf und dann der Klarlack.
spätestes dann ist es vorbei mit der rauen Oberfläche.

SRW
19.12.2005, 12:05
Hmm Hallo Sachse001

Ich hatte PM so verstanden , das er nach dem Klalackieren matte Stellen im Lack hatte.

Und deine Aussage stimmt , wenn das der Fall ist kommt der (Wenns 2K oder der oft verwendete Mipa Lack ist) schon fast trocken an und verbindet sich nicht , das liegt dann aber daran das eben da wohl mehr Verdünnung ankommt als Lack und der trocknet dann zu schnell weil eben zu wenig Lack am Modell ankommt fast nur Härter und Verdünung.

Lack ohne Härter und Verdünnung trocknet sehr langsam.

Das der eigentlich Farblack etwas rauh ist macht da gar nix siehe Metalliclacke die sind ohne Klarlack stumpf und sehen gar nicht toll aus.

Aber mit Lack drauf glänzen sie erst richtig , besser als viele Unilacke.
Das liegt eben an der rauhen Oberfläche hierdurch entsteht beim Lackieren eine gewisser Tiefenglanz der das ganze dann so richtig toll glänzen läßt.

Probiert doch mal auf einem Restück aus wenn ihr es einmal mit schwarz glänzend lackiert und einmal mit schwarz matt und später darüber Klarlack sprüht.
Schaut euch das Ergebnis an , der matte Lack glänzt dann intensiver.

Gruß
Immer am Drücker (auch an der Airbrushpistole)
Mike

spikybaer
20.12.2005, 23:06
Hallo Mike,
Stimme dir voll zu . So viel Ich weiß gibt es für die einfache Airbrushpistole von Revell keine anderen Düsen. Ich lackiere denn Klarlack auch mit dieser Pistole weil sie eine große Düse hat und dann mit 4bar.
Den Lackversiegeller den Ich verwende heißt:Liquid Glass (bei Ebay eingeben ,dann erfährst du mehr über dieses Prudukt dort kann man es auch günstig kaufen , mache Ich auch so).
Das Zeug ist Geil reinigt und versiegelt super ,wenn eine Lackiererei hört das dieses Zeug auf deinem Auto ist, haben die schon keinen Bock mehr dein Auto zu lackieren ,da hält nichts drauf, geht nur noch ganz runter schleifen. Eignet sich auch hervorragent für Glas , Chrom und polierte Sachen.Man bekommt sogar manche Kleber von Lack und Scheiben.
TIPP: 3mal auftragen im Abstand von jeweils 48 Stunden, dann hat der Versiegeler seine volle Wirkung.
Gruß Bernd

SRW
20.12.2005, 23:20
Werd den Lackversiegler mal ausprobieren , sowas ist immer gut eben weils dann keine Kratzer e.t.c gibt.

Ich lackiere auch mit knapp 3 bar aus der Airbrush habe aber die Düse was geweitet , wenn ich mehr Druck gebe muß ich schon ne große Fläche haben sonst wirds heikel zuviel Lack für ein soooo kleines Auto,grins


Gruß

Mike

P.M
23.12.2005, 01:30
Hallo Leute!
Herzlichen Dank für die tollen Tipps!
Da hab ich wieder jede Menge Sachen zum Ausprobieren:o

Danke

delari
05.04.2006, 13:17
hallo zuammen,
ich bin neu hier und auch noch ein neuling in sachen slotcarbau.mache dieses wundervolle hobby nun seit knapp 3 monaten und habe bereits 6 modelle gebaut, wovon 4 bereits lackiert sind.
probleme die dabei aufgetreten sind versuche ich nun hier deutlich zu machen und hoffe ihr könnt mir dabei helfen meine fehler für die zukunft ab zu stellen. danke schon mal im voraus.

ein problem was immer wieder auftaucht ist, der lack blättert bis auf die karrosserie nach einem crash, ab. er hält überhaupt nicht. es brechen dann meist an den üblichen stellen, stoßstange, radkästen vo + hi ganze lackstücke heraus. woran könnte das liegen? ich raue die karosserie vor dem lackieren immer an und entfette sie auch. evtl liegt es am anrauen, denn ich habe es bis jetzt noch nicht so gemacht wie hier teilweise beschrieben(wußte es nicht besser).Ich bekam da einen tipp, ich solle es mit einer zahnbürste und einem rauen bad oder edelstahreiniger machen. die karosse ist danach auch ganz matt und angeraut, aber evtl. nicht genug?denn sie ist danach nicht wirklich rau, sondern eher gleichmäßig matt, wenn man darüber streicht, fühlt sie sich ganz eben und weich an. ein fehler?
oder liegt es an meiner"lackietechnik"? wobei ich mittlerweile gar nicht mehr weiß, was ich noch machen soll. mal nehme ich eine grundierung, dann mal weider nicht.aber egal was ich mache, bei allen 4 autos die ich bisher lackiert habe, passiert irgenwann das gleiche. immer platzt der komplette lack bis auf die karrosse ab :o(.

so und nun mein fast noch größeres problem. da ich noch mit sprühdosenlack arbeite, habe ich das problem, welchen klarlack nehme ich, der mir auch nicht die decals beschädigt, aber dennoch eine schöne gleichmäßige oberfläche gewähleistet und dazu auch noch hart ist, so dass er bei einem crach nicht sofort kaputt geht?
hier habe ich wieder einen tipp bekommen, der scheinbar auch voll für die füße war, denn was danach passiert ist, hat mir fast die tränen in die augen getrieben.
ich habe folgendes gemacht: die karosserie in alter, wohl falscher art und weise, angeschliffen, danach grundiert und dann den basislack in der farbe rot darüber lackiert. danach die decals aufgeklebt und dann bin ich dem tipp gefolgt und habe gunze klarlack verwendet um die decals nicht zu beschädigen. als finish dann einen 2 schicht klarlack von kent aus dem autozubehör verwendet, wie er von den autoherstellern empfohlen wird.
das auto war danach einfach perfekt, es leuchtete, der klarlack war wunderschön eben und ohne läufer. ich dachte nun endlich den richtigen weg gefunden zu haben meine autos schön und stabil zu lackieren. sehr weit gefehlt. wie gesagt, was dann passierte, ließ mir meine lust am slotcarbau fast vergehen. ich war danach am überlegen aufzuhören, ich hatte einfach keine lust mehr auf die ganze arbeit und mir dann durch ein ereignis, das ich wie es scheint nicht beeinflußen kann, zerstört wird.
nach ca einer woche, ohne dass das auto eine runde gafahren wurde, riss der lack. erst an den vorderen kotflügeln, mittlerweile über das ganze auto verteilt. es sind auch keine risse, sondern eher riefen im klarlack. sieht aus wie spannungsriefen oder wie feine haarrisse in einer lackschicht.wenn man leicht mit dem fingernagel darüber geht, merkt man diese riefen ganz deutlich.was ist da passiert?

ich wollte bisher immer farben auf meinen autos haben, die nicht in einem rennen, 5 von 6 autos haben, daher habe ich halt farben aus dem autobau verwendet, die farbvielfallt ist da halt größer als die z.b. von tamiya. sollte ich diesen wunsch verwerfen? ist der lack evtl nicht geeignet für den kunststoff der tamiya karossen?

ich verwende meist folgende farben und klarlacke:
grundierung, meist von dupli-color, basislack von dupli oder kent 2 schicht autolack, klarlack gunze und wieder kent.
karossen bisher: tamiya porsche gt 2
klarlacke: gunze und dupli-color oder kent 2 schichtklarlack.

wahrscheinlich bin ich auch einfach noch zu ungeduldig und lasse die verschiedenen lackschichten nicht genug aushärten. ich denke fast, das mir das bei dem roten wagen passiert ist, denn ich habe den lack nicht wie hier beschrieben, über 2 wochen trocknen lassen. habe den 2 schicht klarlack schon nach ein 2-3 stunden über den gunze lack lackiert und erst danach 1 woche mit dem ersten testen des wagens begonnen. allerdings ist der gunze lack soweit ich weiß auch auf wasserbasis und somit verträgt er sich evtl. nicht mit dem 2 schichtklarlack? ich weiß mir einfach keinen rat mehr. ich bin jetzt fast soweit, keinen wert mehr auf das aussehen des autos zu legen, sondern einfach nur noch klarlack über die eingefärbte grundfarbe des modells zu sprühen und gut ist.aber irgendwie fehlt mir dann das gewisse etwas an meinen autos.
also, ich wäre euch sehr dankbar für eine weitesgehend ordentliche und sichere lackierabfolge, wie ich meinen autos ein wenigstens etwas individuelles aussehen verleihen kann, aber dennoch nicht immer dieses böse erwachen sich herausstellt. sol ich vielleicht einfach auf airbrush umsteigen?
wollte ich zwar jetzt am anfang nicht unbedingt, da ich auch eigentlich nicht den richtigen räumlichkeiten für diese art zu lackieren habe. wegen dem lärm und den dämpfen.
vielen dank für eur geduld den artikel zu lesen, ist leider sehr lang geworden, aber irgendwie musste ich ja versuchen euch meine probleme zu schildern, denn ihr seht die autos ja nicht vor euch,was die angelegenheit bestimmt um einiges erleicherrtn würde.
danke und gruß
delari

mcreise
06.04.2006, 12:12
Hallo Delari,

bin auch kein Lackierprofi, und sicherlich noch in den Kinderschuhen meines könnens, aber laß dich durch solche Rückschläge nicht entmutigen.

Wenn Du dich an die von SRW beschriebene Reihenfolge beim Lackieren hälst kann dir wirklich nicht viel passieren.

Bei deinem Problem ist wahrscheinlich die Zusammenstellung der Komponenten das Entscheidende.

Tamiya Grundierung ist super benutze ich auch immer.
Bei Sprühlacken aus der Autoindustrie bin ich mir allerdings nicht sicher, daß sie sich mit der Grundierung vertragen.
Vielleicht sind die Autolacke auch einfach nur zu hart, d.h. sie sind nicht flexibel genug wenn sich die Karosse verbiegt oder irgendwo anschlägt.

Gunze Klarlack aus der Dose habe ich auch eine ganze Zeit lang benutzt und ist eigentlich gut geeignet keine Probleme. Besser ist vielleicht der MIPA, aber den gibt´s leider nicht in der Dose.(mir nicht bekannt)
Die Risse sind meines Erachtens durch die Kombination der zwei Lacke entstanden.

Probier doch einfach mal den Tamiya Lack aus der Dose mit dem Gunze Klarlack, ich denke die Kombination ist für den Anfang ganz gut.

Wenn Du dann Farben mischen willst und ein qualitativ gutes Ergebniss erziehlen willst, kommst Du um einen Kompressor und eine Airbrushpistole nicht rum.
Ich habe mir letztens den Revell Omega zugelegt, der ist flüsterleise.
Aber es gibt sicherlich auch noch andere gute Kopressoren, nur keine aus dem Baumarkt!, die sind einfach zu laut.

Ansonsten Geduld, Geduld, Geduld
(hab ich auch nicht immer)
Nicht die Masse macht´s, die Autos müssen gut fahren, lieber einen weniger dafür aber richtig!

willyskipper
07.04.2006, 10:28
Für die Haftung des Lackes ist die Behandlung des Untergrundes entscheidend. Grundsätzlich sollte man jeden Body anschleifen (2000 er Schleifvlies) und vor der Grundierung entfetten (z.B. Spülmittel ohne Pflegesubstanzen, Essigwasser). Danach Body gut trocknen lassen und auch die Sicken und Löcher nicht vergessen. Die Temperatur sollte bei ca. 20 Grad liegen und ein möglichst staubfreier Bereich (z.B. feuchter Pappkarton) als Lackierumgebung wählen. In geschlossenen Räumen auf jeden Fall eine Atemschutzmaske verwenden, da die Dämpfe der Sprühdosen gesundheitsschädlich sind. Als Grundierung sind sowohl Tamiya als auch vergleichbare Produkte aus dem Autolackierbereich auf Acrylbasis verwendbar. Bei späteren hellen Farben sollte man eine weiße Grundierung verwenden. Die Grundierung in dünnen Schichten aufbringen bis ein gut deckendes Finish erzielt ist. Die Lösemittel verdunsten recht schnell und die Grundierung fällt ein und zieht sich glatt. Danach laß ich den Body mindestens einen Tag trocknen. Dann wieder mit 2000 er Schleifflies anschleifen und säubern. Stellen, die vorher nicht richtig entfettet waren erkennt man daran, daß der Lack an diesen Stellen Krater bildet, also nicht deckt. Dies kann man nun versuchen zu heilen, indem man nochmals schleift, säubert und nachgrundiert.
Der nun aufzubringende Decklack muß die gleiche Lösemittelbasis haben, wie die zuvor verwendete Grundierung. Also sollte man Acryllacke oder Lacke auf Wasserbasis verwenden. Ich verwende Tamiya Acrylack (30 ml Töpchen) bzw. Tamiya Sprühdosen je nach benötigter Farbe. Auch hierbei gilt weniger ist mehr. Es ist immer besser naß in naß mehrere dünne Schichten aufzutragen als einmalig satt. Die Gefahr von Läufern und zugeschwemmten Karosseriedetails ist einfach zu groß. Hier sollte man nichts überstürzen und geduldig sein. Anschließend den Body wegstellen und ein paar Tage trocknen lassen. Es reicht eine Umgebungstemperatur von ca. 20 Grad. Experimente wie auf die Heizung stellen oder ab in den Backofen können zum Totalschaden durch übermäßige Hitze führen.
Nach dem trocknen und vor dem aufbringen der Decals nochmals vorsichtig anschleifen, sofern kleinere Staubeinschlüsse egalisiert werden müssen. Hier ist aber besonders sorgsam zu arbeiten, um nicht wieder bis auf die Grundierung herunterzuschleifen.
Danach können die Decals aufgebracht werden.
Dieser Arbeitsschritt ist für das spätere Ergebnis sehr wichtig. Decals die nicht richtig haften kommen später hoch und ruinieren das ganze Auto. Deshalb mit zusätzlicher Decalfixierung (z.B. Mr. Marc Setter) und Weichmacher (z.B. Mr. Mark Softer) arbeiten. Die Wirkung auf die Decals ist herstellerabhängig und sollte vorher an einem Probedecal, der nicht benötigt wird, getestet werden. Dann jedes einzelne Decal ausschneiden und etwa 10s in Wasser tauchen. Die betroffene Stelle mit Fixierung einstreichen, Decal plazieren und vorsichtig von überschüssigem Wasser/Kleber unter dem Decal befreien. Es ist wichtig diese Arbeit blasenfrei zu erledigen, da jede Stelle die keinen Kontakt zum Untergrund hat später hochkommen kann. Zum Abschluß noch an kritischen Stellen Weichmacher von oben auftragen und nach einer kurzen Einwirkzeit Decal sauber in mögliche Vertiefungen drücken. Nach dem Weichmacherauftrag wird das Decal sehr flexibel und paßt sich so Karosserieunebenheiten an, ist aber auch sehr empfindlich. Also vorsichtig und mit der nötigen Ruhe und Sorgfalt. Ich benutzte dazu i.d.R. angefeuchtete Wattestäbchen. Bei übereinander aufzubringenden Decals vor dem zweiten Decal einen Tag warten. Mit Weichmacher behandelte Decals ziehen sich beim Trocknen etwas zusammen, so das sich eventuell durch den Weichmacherauftrag entstandene kleine Unebenheiten wieder glattziehen.
Nach vollbrachter Beklebung wandert das Auto mindestens für 2 Tage in Quarantäne, damit die Decals komplett austrocknen können.
Vor dem Klarlacken kann man nun noch die Detailbemalung, sowie geschwärzte Fensterrahmen, Baremetal-Folie und ähnliches Anbringen. Der Body ist aber jetzt sehr empfindlich und Fehler bei den o.g. Arbeiten sind so gut wie nicht mehr zu korrigieren. Deshalb ist es anfänglich sicher sinnvoller solche Dinge erst nach dem Klarlack zu erledigen, auch wenn die Details dann ungeschützt sind.
Vor dem eigentlichen Klarlack ist der Body wieder zu reinigen, da durch das Anfassen auch wieder Fremdkörper auf die Oberfläche gelangen können.
Für den Klarlack gilt das gleiche wie für den Basislack. Geduld. Zunächst eine dünne Schicht zum Schutz der Decals aufbringen. Hierbei ist es unerheblich ob mit Gunze Klarlack aus der Sprühdose (sehr gut schütteln) oder 2 Komponenten-Klarlack (z.B. Mipa, Sikkens, Standox etc.) (Airbrush) gearbeitet wird. Nach dem Erstauftrag ca. 15 Minuten ablüften lassen und danach den Body in mehreren dünnen Schichten einsprühen. Sowohl Gunze als auch 2 Komponenten-Klarlack fallen beim Trocknungsprozess wieder ein, da die Lösemittel verdunsten und der Auftrag sich somit schichtmäßig verdünnt. Dies führt dazu, daß ein Klarlack der nach dem Sprühen satt und glänzend auf der Karosserie wirkt nach dem trocknen deutlich eingefallen und strukturiert aussieht. Meistens liegt es daran, daß die Schicht zu dünn aufgetragen wurde. Das Problem ist die optimale Schichtdicke für den Klarlackauftrag zu finden. Hier ist Übung und Erfahrung vonnöten um unschöne Lackläufer zu verhindern, aber trotzdem genug Lack auf die Karosserie zu bekommen.
Abhilfe schafft hierbei ein weiterer Lackauftrag nach Trocknung der 2. Schicht. Dieser kann dann zur Erzielung eines optimalen Ergebnisses dünner ausfallen bzw. bei Airbrush mit einem erhöhten Verdünneranteil.
Beim Klarlacken verwende ich zudem ein Skalpell und eine Pinzette um eventuelle Staubkörner etc. während der Klarlackens wieder zu entfernen. Solange der Lack noch frisch ist kann man vorsichtig!!!!!!!! Fremdkörper entfernen und danach nochmals besprühen. Wenn man zügig und sauber arbeitet verläuft der Lack wieder und macht die Stelle unsichtbar.

Nach dem Klarlacken sollte man den Wagen zunächst mal zum Trocknen wegstellen. Gunze Sprühlack härtet erst nach 4-6 Wochen aus, erreicht aber lange nicht den Widerstandswert von 2 Komponenten-Lacken.

Nun noch zu abplatzendem Lack bei einem Crash. Eine Kunsstoffkarosserie verformt sich bei einem Einschlag stark. Durch Dehnung und Stauchung des Lackes kann der Lack je nach Untergrundhaftung bis auf den Kunststoff abplatzen. Bei sorgfältiger Arbeit kann dieser Effekt verringert werden. Letztendlich verhindern kann man es aber nur, wenn man in der Spur bleibt und Kollisionen aus dem Weg geht. Aber das ist schwierig, da man ja schnell um den Kurs will und das Risiko eines Abflugs permanent mitfährt.

Trösten kann man sich lediglich dadurch, daß mit jedem neuen Body der eigene Erfahrungsschatz wächst und die Ergebnisse von mal zu mal besser werden.

Flywolf
04.01.2007, 11:04
Hi P.M. ich habe mir die ganze Geschichte um deine Nascarautos durchgelesen. Ich wollte nur Fragen ob du mal ein paar Fotos von ihnen machen könntest. Den ich habe auch schon mal ein Nascar Modell gebaut:
Gruß Basti