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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motor probleme



Simeon
04.03.2010, 22:21
Ich habe in meinen Jaguar xjr 9 ein plafit cheetah 2 13d verschraubt, das auto wird normaler weis zwischen 11V und 11,5V gefahren (Bahn ist Kurtz und kurvich). Gestern hatte ich nach ein par runden gefahren zu haben das Gefühl das der Motor weniger Leistung hatte und die Rundenzeiten sind auch um ein par zehntel nach unten gegangen. Als nächstes habe ich den drehenden Motor durch gemessen, durch mit dem Handregler Vollgas zu geben. Der unterschied zwischen den plafit Motor und einen anderen Motor war 0,3V. Ich frage mich ab was den los ist mit dem Motor? Es konnte natürlich Dreck rein gekommen sein weil der Motor offen ist. Hat jemand Ideen oder Erfahrungen mit so was???

Als nächstes habe ich mir Gedanken gemacht ob ich den Motor (oder den nächsten Motor) wohl nicht ab kann dichten mit Klebeband um staub raus zu halten. Allerdings denke ich mir das der Motor wohl offen wird sein um zu kühlen und wenn ich ihn ab dichte wird er bestimmt warmer und vielleicht zu warm.

Gruß Simeon

Nitrocube
04.03.2010, 23:08
Hallo Simeon,

mir ist nicht klar, was du gemessen hast. Wichtig ist die Messung des Stroms, die Spannungsmessung kann je nach Belastung unterschiedliche Ergebnisse liefern. Der Innenwiderstand des Motors bestimmt den Strom, eine Messung über den Regler wird dir immer fehlerhafte Ergebnisse liefern.
Den Motor zu verschließen, bringt nichts. Zum einen wird der meiste Schmutz durch den Kohleabrieb im Motor selbst erzeugt, von außen eindringender Schmutz ist nur von sekundärer Bedeutung. Zum zweiten ist die Wärmeabführung ist sehr wichtig, da zu große Wärmeentwicklung die Magneten dauerhaft schädigen kann. Ein stark erwärmter Motor büßt an Leistung ein, meisten ist dieser Effekt aber erst bei Langstreckenrennen wirklich merkbar. Kühlkörper können hier Abhilfe schaffen.
In der Regel treten solche geringen Spannungsverluste aber schon durch geringfügige Verschmutzungen der Schleifer auf. Motoren laufen normalerweise sehr drehzahlstabil, wenn sie eingelaufen sind. Wenn du den Motor allerdings ohne Einlaufphase auf die Piste geschickt hast, sind Leistungsschwankungen in der ersten Zeit allerdings normal.

Gruß, Nitrocube.

Simeon
04.03.2010, 23:44
Hallo Nitrocube
Danke für die ausgebreitete Antwort. Ich habe den Motor direkt an den Transformator angestoßen und sie hier dass V von dem Transformator ist gleich am V das durch den laufendem Motor geht. Also alles scheint ok zu sein. Leider merk ich immer noch ein leichter Verlust an PS. Das Problem kann eigentlich nicht entstehen durch die Schleifer (haben guten Kontakt mit der Bahn und sind gerade neu). Vielleicht habe ich was falsch gemacht beim ein laufen vom Motor??? Zwei mahl im Abstand von 15 min den Motor auf +/- 3 V 15 bis 20 min. lassen drehen, um ein par stunden später den Motor mit Getriebe auf +/- 5 V 30min zu lassen drehen. Das hat mir jemand gesagt das das wird reichen oder was meinst du??
Gruß Simeon

Nitrocube
05.03.2010, 00:35
Beim Motoreinlaufen hat jeder seine eigene Philosophie - aber deine Methode sollte grundsätzlich ausreichen.

Gruß, Nitrocube.

Urumbel
05.03.2010, 15:44
Hallo Simeon!

Ich lasse meine 13D Motoren mit 1,5 Volt 24h einlaufen, die 18D Motoren mit 3 Volt, ebenfalls 24h. Trocken, ohne irgendwelche Zusätze, wie zB Öl oder destiliertes Wasser. Da hatte ich nie Probleme mit und die Motoren laufen immer sehr leise danach und haben genug Power.

Gruß Stefan

Simeon
06.03.2010, 12:18
Ich hoffe dann mal das der Motor wieder an kraft gewinnt in den nächsten Wochen. Ansonsten muss ich mir ein neuen kaufen, dann werde ich das probieren mit 1,5V Uber 24h.

Gruß Simeon

Urumbel
06.03.2010, 13:52
Versuch ihn doch mal mit Pressluft auszublasen, sonst nichts. Vielleicht haben sich irgendwo Schmutzpartikel verklemmt. Ölen würde ich nicht, jedenfalls nicht, wenn du ein Kunststoffritzel am Motor hast. Der Kunststoff reagiert mit dem Öl und das Ritzel rutscht dann von der Motorwelle. Bei Messing haste das Problem nicht.

Gruß Stefan

buster.59
07.03.2010, 01:06
Hallo Simeon,
da der Motor so zu wenig Leistung hat, ist er wohl für ein Experiment zu gebrauchen. Lass ihn ca. 3 Minuten in Wasser laufen. Du wirst erstaunt sein, was da an Dreck herauskommt. Bitte nicht länger, die Kohlen werden vom Wasser weich und lösen sich auf. Danach wieder gut trocknen, auch mit laufen lassen. Erneut ölen, aber sehr sparsam, denn Öl auf dem Kollektor ist Gift für den Motor. Danach sollte das Problem gelöst sein. Wenn Du Dich nicht dazu traust, dann sprühe Bremsenreiniger in den Motor. Auch das könnte ausreichend helfen. Vorsicht gesundheitsschädlich!!!!!! Informiere uns über den Erfolg oder Misserfolg. Schönes Wochenende Gerhart

Simeon
07.03.2010, 01:45
Also nach dem wochenende bin ich zwei tage frei. Dann werde ich mahl loss experimentieren, erst mit presluft wens was hilft und ansonsten mit wasser oder bremsenreiniger. Ich werde mich melden mit dem resultat. Danke fur die ideen.

Gruss Simeon

Nitrocube
07.03.2010, 09:01
Dank an buster.59 für seine recht professionellen Tips. Dazu noch ein paar Fragen.

1. Verwendest Du Leitungswasser oder Destiliertes Wasser?
2. Welches Öl benutzt Du für die Sinterlager?
3. Wie verfährst Du mit den gekapselten Lagern in LongCan-Motoren?

Bei meinen bisherigen Versuchen habe ich als Einlaufflüssigkeit bisher Leitungswasser, destiliertes Wasser, Bremsenreiniger, WD40 und reinen Alkohol getestet. Bei der Verwendung von Wasser ergibt sich bei mir prinzipiell immer ein Problem. Die eigentlich selbstschmierenden Sinterlager werden trocken, bei Leitungswasser scheinbar etwas stärker, als mit destiliertem Wasser. Dies machts sich in massivem Lagerquietschen bemerkbar, wenn man den Motor nach der Trocknung sofort in Betrieb nimmt. Wie buster.59 schon richtig bemerkt hat, kann man dan entweder einen winzigen Tropfen hochviskoses Öl in die Lager geben. (... den Motor 5 - 7 Tage liegen lassen geht auch, dann wirken die Selbstschmierungskräfte der Sinterlager wieder). Zur Reinigung von Motoren benutze ich ein kleines Ultraschallbad mit destiliertem Wasser.

Gruß, Nitrocube.

buster.59
07.03.2010, 19:36
Hallo nitrocube, und natürlich simeon und alle anderen,

generell habe ich keine großen "Einlaufambitionen". Wenn ich mir jetzt neue Motoren kaufe, lasse ich sie trocken einlaufen. Mit trocken ist allerdings gemeint, dass ich den neuen Motor von einem alten schleppen. Dabei entsteht kein Funkenflug, denn das ist die Bildung von "Dreck".

Mit der Wassermethode habe ich einen sehr gut laufenden slot.it- Motor reanimiert, als er plötzlich keine Leistung mehr zeigte.

Long- can mache ich nicht nass, fahre sie allerdings auch nur in den Fly- Trucks zum Spaß. Dass die Lager selbstschmierend sind und sich regenerieren, habt Ihr ja schon selbst beantwortet.

Die Lager bekomen selten einen winzigen Tropfen Parma- Öl. Also nix mit Geheimnis. Zuviel gelangt nur auf die Kohlen, und das mögen die gar nicht.

Auf die Schnelle hilft hier der Bremsenreiniger. Dessen großzügige Verwendung in der Automobilbranche hat dazu geführt, dass wir mittlerweile nur noch entschärfte Chemie kaufen können. Trotzdem achtet bei dem Zeug auf Arbeitsschutz! Das ist keine Limo!

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich Euch bald eine sehr einfache Methode des Trockeneinlaufens zeigen kann. Teile sind dafür bestellt. Funzt alles ohne Zahnräder und großem Einlaufgestell wie immer wieder gesehen. Falls Ihr selber experimentieren wollt: Unter www.robbe.de gibt es im Schiffszubehör einen Gummischlauch zur Verbindung von kleinen Motoren mit einem Stevenrohr. Kostet nicht viel und ist schnell montiert. Schaut mal nach,

Bis dann Gerhart

Nitrocube
07.03.2010, 22:35
Hallo Gerhart,

hast du mal über eine Flexwelle nachgedacht, wie sie jedem Feinkost-Aldi-Dremel beiliegt. Die ebenfalls beiliegenden Spannzangen passen auf die Motorachsen.

Gruß, Nitrocube.

Simeon
09.03.2010, 18:27
Habe den Motor wieder am laufen. Den Motor mit Pressluft auspusten hat Nicks gebracht, mit destillierten Wasser (demineralisiertes) funktionierte aber super. Nach drei Minuten auf 4v habe ich den Motor aus dem Wasser genommen und auf 1v lassen laufen (2min.). Ich habe die Lager vorsichtig geölt und dann noch mal auf 1v lassen laufen (5min.) 24h später ist der Motor wieder gleich schnell, vielleicht selbst schneller.
Eigentlich war nach dem spulen vom Motor nicht mal so viel Dreck im Wasser, man musste schon gut hin gucken um überhaupt Dreck zu sehen. Was wohl auffiel war das staub und selbst Haren in den Motor Wickelungen sich hatten gelost. Ich konnte diese mit einer Pinzette vorsichtig entfernen.
Also ich mochte mich nochmal bedanken für diese Lösung.
Gruß Simeon

buster.59
09.03.2010, 22:19
Prima, Simeon, danke für Deine Rückmeldung!
Ich gehe mal davon aus, dass die Haare Deinen Motor abgewürgt haben, den wenn es Dreck gewesen wäre ( Kohlenstaub ), hätte man das deutlich gesehen.
Viel Erfolg, bis dann Gerhart